Erntedank 2026 – mit dem Sonnengesang des heiligen Franziskus

Das Erntedankfest 2026 fiel genau auf den 800. Todestag des heiligen Franz von Assisi. Entsprechend standen die Familiengottesdienste in Etzgersrieth, Eslarn und Moosbach am Erntedanksonntag ganz im Zeichen des Sonnengesangs des heiligen Franziskus. Zusammen mit Gemeindereferent Benedikt Eckert, Gemeindeassistentin Verena Völkl, Pfarrvikar Basil und Pfarrer Udo Klösel stimmten die Kinder der Pfarreiengemeinschaft mit den Symbolen von Sonne, Mond, Wolke, Wasser und Blume in den großen Lobgesang der Schöpfung ein, den der heilige Franz von Assisi vor über 800 Jahren verfasst hat.

Natürlich hatten fleißige Hände in den Gotteshäusern der Pfarreiengemeinschaft auch wieder wunderbare Erntealtäre erstellt und so die Gaben der Schöpfung zum Lob und Dank in die Kirchen gebracht. Ein herzliches Vergelt´s Gott allen, die die Erntealtäre aufgebaut haben, und auch an all jene, die ihre Gaben dazu gegeben haben…

Die Moosbacher Blumenfrauen ließen sich beim Erntealtar vom Sonnengesang der heiligen Franziskus inspirieren…

Höchster, allmächtiger, guter Herr,
dein sind das Lob, die Herrlichkeit und Ehre und jeglicher Segen.
Dir allein, Höchster, gebühren sie,
und kein Mensch ist würdig, dich zu nennen.

Gelobt seist du, mein Herr,
mit allen deinen Geschöpfen,
zumal dem Herrn Bruder Sonne,
welcher der Tag ist und durch den du uns leuchtest.
Und schön ist er und strahlend mit großem Glanz:
Von dir, Höchster, ein Sinnbild.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch Schwester Mond und die Sterne;
am Himmel hast du sie gebildet,
klar und kostbar und schön.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch Bruder Wind und durch Luft und Wolken
und heiteres und jegliches Wetter,
durch das du deinen Geschöpfen Unterhalt gibst.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch Schwester Wasser,
gar nützlich ist es und demütig und kostbar und keusch.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch Bruder Feuer,
durch das du die Nacht erleuchtest;
und schön ist es und fröhlich und kraftvoll und stark.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch unsere Schwester, Mutter Erde,
die uns erhält und lenkt
und vielfältige Früchte hervorbringt
und bunte Blumen und Kräuter.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch jene, die verzeihen um deiner Liebe willen
und Krankheit ertragen und Drangsal.
Selig jene, die solches ertragen in Frieden,
denn von dir, Höchster, werden sie gekrönt.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch unsere Schwester, den leiblichen Tod;
ihm kann kein Mensch lebend entrinnen.
Wehe jenen, die in tödlicher Sünde sterben.
Selig jene, die er findet in deinem heiligsten Willen,
denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun.

Lobt und preist meinen Herrn
und dankt ihm und dient ihm mit großer Demut.

Fotos: Karl Ziegler, Monika Rappl, Udo Klösel