Die Heiligen Ostertage in unserer Pfarrei – Feier von Leiden, Tod und Auferstehung Christi

Die Heiligen Ostertage bilden den Höhepunkt des Kirchenjahres und laden die Gläubigen ein, das zentrale Geheimnis unseres Glaubens – das Leiden, den Tod und die Auferstehung Jesu Christi – besonders intensiv zu erleben. In unserer Pfarrei wurden diese Tage auch in diesem Jahr wieder feierlich und mit großer Hingabe begangen.

Zur Vorbereitung trafen sich unsere Ministranten, Mesner und liturgischen Helfer mit Kaplan Basil zur Probe für die Liturgien des Karfreitags und der Osternacht. Mit sorgfältigem Einüben der Abläufe und dem Einstudieren der Gebetsgesänge trugen sie dazu bei, dass die Feierlichkeiten würdig und feierlich gestaltet werden konnten.

Die Feierlichkeiten der Heiligen Ostertage begannen am Gründonnerstag mit der Feier des letzten Abendmahls. In der Liturgie gedachten die Gläubigen der Einsetzung der Eucharistie und der priesterlichen Sendung, begleitet von Gebet und Gesang, die an die dienende Liebe Jesu erinnert. Auch in diesem Jahr wurde dieser festliche Gottesdienst von der Gemeinde mit großer Andacht mitgefeiert und bildete den feierlichen Auftakt zu Karfreitag und Osternacht.

Am Karfreitag, um 15 Uhr, versammelte sich die Gemeinde zur Feier der Karfreitagsliturgie. In der besinnlichen Liturgie wurde das Leiden und Sterben Christi besonders in den Mittelpunkt gestellt. Die Kreuzverehrung und das gemeinsame Gebet erinnerten eindrücklich an das Opfer Jesu für die Menschheit. Im Rahmen dieser Feier überreichte Gemeindereferent Benedikt Eckert den Kommunionkindern ihre Kommunionkreuze, die Kaplan Basil zuvor gesegnet hatte – ein Moment, der Glaube und Tradition miteinander verband.

Unsere bewährte Tradition wurde auch in diesem Jahr lebendig: Am Karfreitag und Karsamstag waren die Ratscher, unsere Ministranten unterwegs, um das Läuten der Glocken zu ersetzen und die Gläubigen auf die Gottesdienste hinzuweisen. So bleibt das alte Brauchtum erhalten und macht den österlichen Ablauf für die ganze Gemeinde erfahrbar. Wir danken der Bevölkerung von Herzen, die die Ratscher freundlich empfangen und unterstützt haben.

Die Feier der Osternacht erlebte ihren Höhepunkte im Lichtsymbol der Auferstehung. Mit dem Entzünden der Osterkerze in der dunklen Kirche wurde Christus als Licht der Welt in die Mitte der Gemeinde gebracht. Das Weitergeben des Lichtes an die Gläubigen machte das Geheimnis der Auferstehung spürbar. Christus hat den Tod überwunden und das Dunkel in Licht verwandelt. Die Liturgie war erfüllt von Lob, Gesang und Gebet – Ausdruck der österlichen Freude, die sich in der gesamten Gemeinde ausbreitete.

Die musikalische Gestaltung der Osternacht verlieh der Feier zusätzlich festlichen Glanz: Der Kirchenchor unter der Leitung von Chorleiterin und Organistin Martina Brenner sang die „Spatzenmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart, begleitet von einer Ostermotette und weiteren festlichen Osterliedern. Instrumentalisten bereicherten die Liturgie mit festlicher Musik und schufen eine besonders feierliche Atmosphäre, in der das Geheimnis der Auferstehung spürbar wurde. Mit einer Lichterprozession zum Friedhof gedachte die Eslarner Pfarrgemeinde nach der Osterfeier nicht zuletzt den Verstorbenen.

Auch in den weiteren Gottesdiensten der Ostertage wurde die Freude über die Auferstehung Christi lebendig gehalten. Mit Gebet, Lobgesang und gemeinsamer Feier wurde die österliche Botschaft in die Herzen der Gläubigen getragen.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die durch ihren Dienst, ihren Gesang, ihren Einsatz als Ministranten, Mesner oder liturgische Helfer zum Gelingen dieser heiligen Tage beigetragen haben. Möge der Segen des auferstandenen Herrn auf unserer Gemeinde ruhen und uns durch das Jahr begleiten.

Fotos: Nicola Hummer/Karl Ziegler

Quelle der Berichte: OberpfalzEcho 04. und 05.04.2026

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